29.04.2014

EDL-G

Energiedienstleistungsgesetz

Am 6.3.2015 wurde das Gesetz zur Teilumsetzung der Energieeffizienzrichtlinie im Bundesrat verabschiedet. Damit verbunden war auch die Umsetzung von Sofortmaßnahmen des Nationalen Aktionsplanes für Energieeffizienz. Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

 

Welche Auswirkungen hat dieses Gesetz für „Nicht- KMU`s“, welche Aufgaben sind damit verbunden und wie kann die HPC AG Ihnen dabei Hilfestellung leisten?

Durch das Gesetz sollen große Unternehmen verpflichtet werden, bis zum 5. Dezember 2015 und danach alle vier Jahre Energieaudits durchzuführen. Bereits heute werden Energieaudits in vielen Unternehmen genutzt, um systematisch Verbesserungschancen in betrieblichen Energieversorgungssystemen zu identifizieren und unter Berücksichtigung der jeweiligen Kosten wirtschaftlich sinnvoll zu erschließen. Das BAFA wird als Hilfestellung für Unternehmen bei der Umsetzung der Auditpflicht ein Merkblatt veröffentlichen, in dem auf spezielle Fragen, z. B. der Auditpflicht bei Unternehmen mit einer Vielzahl von Filialen, eingegangen wird. Einen Entwurf für ein solches Merkblatt finden Sie hier.

Das Gesetz ist am 15.04.2015 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden und am 22.04.2015 in Kraft getreten.

 

Wer ist zur Umsetzung dieses Gesetzes verpflichtet?

Gemäß der Definition, sind alle Unternehmen zur Umsetzung verpflichtet, die als NICHT-KMU eingestuft sind. „KMU“ steht für „kleine und mittlere Unternehmen“ gemäß der Begriffsbestimmung im EU-Recht: Die für die Einstufung eines Unternehmens als KMU ausschlaggebenden Faktoren sind:

  1. Zahl der Mitarbeiter und
  2. entweder Umsatz oder Bilanzsumme.
Unternehmenskategorie Mitarbeiter Umsatz    oder   Bilanzsumme
Mittleres Unternehmen < 250 ≤ 50 Mio. ≤ 43 Mio.
Kleinunternehmen <   50 ≤ 10 Mio. ≤ 10 Mio.
Kleinstunternehmen <   10 ≤   2 Mio. ≤   2 Mio.

 

Mitarbeiter mind. 250 Ja Ja Ja Ja Nein Nein Nein Nein
Umsatz > 50,01 Mio. Ja Ja Nein Nein Ja Ja Nein Nein
Bilanzsumme > 43,01 Mio. Ja Nein Ja Nein Ja Nein Ja Nein
                   
Große Unternehmen (§9)   Ja Ja Ja Ja Ja Nein Nein Nein


Diese Schwellenwerte gelten nur für die Zahlen einzelner Gesellschaften. Eine Firma, die Teil einer größeren Gruppe ist, muss ggf. Daten zur Mitarbeiterzahl, zum Umsatz und zur Bilanzsumme dieser Gruppe einbeziehen. Einzelheiten dazu finden Sie auf den entsprechenden Webseiten.

 

Vor welchen Aufgaben steht Ihr Unternehmen?

Energieaudit nach DIN EN 16247-1

Die Umsetzung der EU-Energieeffizienzrichtlinie in deutsches Recht verpflichtet schätzungsweise 100.000 Unternehmen in Deutschland in diesem Jahr erstmals dazu, ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1 für alle ihre Betriebsstätten durchführen zu lassen. Inhalt des EDL-G ist die Pflicht für nicht-KMU bis zum 05.12.2015 ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1 durchgeführt zu haben. Diese Energieaudits müssen danach in einem Abstand von vier Jahren wiederholt werden.

 

Welche Alternativen gibt es?

Energiemanagementsystem / Umweltmanagementsystem

Alternativ zu der Einführung der DIN EN 16247-1 kann ein Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 oder ein Umweltmanagementsystem nach EMAS eingeführt werden. Diese Systeme gehen über die Anforderungen eines Energieaudits nach DIN EN 16247-1hinaus. Das Besondere an dieser Regelung ist, dass mit der Einführung eines entsprechenden Managementsystems eine europaweite Lösung geschaffen wurde.

 

Welche Fristen sind einzuhalten?

Wenn Sie sich für die Lösung der Energieaudits nach DIN EN 16247-1 entscheiden, sind bis zum 5. Dezember für jeden Standort entsprechendes Audits durchzuführen. In Abständen von 4 Jahren sind diese Audits zu wiederholen. Auch Partner- und verbundene Unternehmen sind dabei zu berücksichtigen.

Mit der Durchführung dieser Audits können Sie nur unabhängige und qualifizierte Auditoren beauftragen. Diese müssen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) als Energieauditoren registriert sein.

Wenn Sie sich für ein Energiemanagementsystem / Umweltmanagementsystem entscheiden, ist folgendes zu beachten. Unternehmen, die sich für die Einführung eines Energiemanagementsystems oder Umweltmanagement-systems (nach DIN EN ISO 50001 oder EMAS) entscheiden, sind in dem ersten Überprüfungszyklus von der Nachweispflicht entlastet. Diese Unternehmen müssen bei einer Überprüfung lediglich nachweisen, dass mit der Einführung des jeweiligen Systems begonnen wurde und erste definierte Maßnahmen bereits ergriffen wurden. Die Einführung des Managementsystems muss in diesem Fall erst bis zum 31.12.2016 durchgeführt werden.

 

Bei nicht Beachtung, womit müssen Sie rechnen?

  • Sie sind nicht verpflichtet, die Umsetzung dieser gesetzlichen Regelung zu melden.
  • Einen Nachweis müssen Sie lediglich auf Anfrage bei der BAFA einreichen.
  • Es ist damit zu rechnen, dass die BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) innerhalb der 1. Periode von 4 Jahren, ca. 20% der betroffenen Unternehmen überprüfen wird. (offizielle Angaben)
  • Bei nicht Erfüllung dieser gesetzlichen Regelung, hat die BAFA Bußgeld in Höhe von bis zu 50.000 Euro bereits festgesetzt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass dies eine Dauerwidrigkeit darstellt. Das Bußgeld befreit nicht von der Erfüllung der Verpflichtung – Neues Bußgeld bei Nichterfüllung

 

Wie kann Ihnen die HPC AG bei der Umsetzung behilflich sein?

Wir haben uns bereits rechtzeitig darauf eingestellt unsere Kunden bei der Bewältigung dieser Aufgabe zur Seite zu stehen. Mit bereits mehr als 20 qualifizierten, geschulten Mitarbeiter können wir Ihnen bei der Umsetzung der Directive EU weit helfen. Zur Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben streben wir ein wirtschaftliches Multi Site Verfahren an. Die Anmeldung bei der BAFA ist erfolgt.

Um Zeit und Kosten einzusparen, empfehlen wir Unternehmen mit zahlreichen Standorten in Deutschland und in Europa, die Zertifizierung gemäß DIN EN 50001. Bei der Einführung und Umsetzung dieses Managementsystem stehen wir Ihnen mit unseren Erfahrungen zur Seite und sorgen für eine Einführung mit vertretbarem Aufwand für Ihre Mitarbeiter und ihr Unternehmen. Ebenso übernehmen wir gerne die weiterführende Betreuung. Das Besondere an dieser Regelung besteht darin, dass dies auch für Ihre Niederlassungen in Europa gilt und Sie damit auch Ihren Verpflichtungen europaweit nachkommen können.

 

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Hans-Jürgen Schneider

+ 49 4184 / 89 76 93 - 1

oder

 info@hpc.ag

 

 

 

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