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R&D

Forschung & Entwicklung
(R&D: Research & Development)

Die Einführung und Weiterentwicklung innovativer Verfahren und Technologien liegt uns besonders am Herzen, deshalb  wurde bei HPC eine R & D-Division gegründet, welche sich mit der Entwicklung und Anwendung innovativer und zukunftsweisender Produkte beschäftigt. Der Einsatz innovativer Verfahren und Technologien führt nicht nur zur Verbesserung der Umwelteigenschaften angesichts immer knapper werdender Ressourcen, sondern auch zur Zeit- und Kostenoptimierung bei der Projektabwicklung im Vergleich zur Anwendung herkömmlicher Verfahren.

Durch die Zusammenarbeit mit Universitäten, Forschungseinrichtungen sowie unseren Partnerunternehmen, wie z.B. Planreal AG, sichern wir die Anwendung neuester, innovativer Techniken bei den von uns angebotenen Serviceleistungen für unsere Kunden ab und sind durch ein ständiges Technologie-up-dating  über die neuesten auf dem Markt befindlichen Technologien und Sanierungsverfahren informiert. Neue Erkenntnisse und Projekterfahrungen werden zudem publiziert. Veröffentlichungen

Profitieren daher auch Sie von unseren Erfahrungen im Bereich R&D.


M/DNBA*-Machbarkeitsstudie

* = Monitored/Dynamisierte Natural Bio-Attenuation

Man muss davon ausgehen, dass viele kontaminierte Standorte heute kaum noch wirtschaftlich saniert werden können. Die Anwendung herkömmlicher Verfahren wie „pump&treat“ ist oftmals sehr kostspielig und langwierig und führt nicht zum erwünschten Sanierungserfolg. Eine Alternative dazu bietet die Nutzung des im Untergrund vorhandenen natürlichen mikrobiologischen Abbaupotenzials. Poster

Abhilfe kann daher die M & DNBA-Machbarkeitsstudie zur Anwendung der Monitored Natural Bio-Attenuation (MNBA) und/oder Dynamisierte Natural Bio-Attenuation (DNBA) bieten, wenn sicher gestellt wird, dass man am Standort vorhandene Mikroorganismen, welche Schadstoffe abbauen, in ihrem Wachstum stark fördern kann. Welche Organismen dies am besten können, entscheiden DNA-Analysen wie der PCR-Test (Polymerase Chain Reaction) sowie andere In-situ- und Labor-Untersuchungen. HPC hat mit der M/DNBA-Machbarkeitsstudie ein Verfahren entwickelt bei dem durch die Anwendung verschiedener mikrobiologischer Tests und Untersuchungen detailliert geprüft werden kann, ob mikrobielle Abbauvorgänge am Standort stattfinden, in welchen Bereichen diese wirken und ob der mikrobielle Abbau durch die Zugabe von z.B. Sauerstoff oder Nährstoffen angeregt werden kann. Erfahrungen mit dieser Vorgehensweise an teerölkontaminierten Standorten haben gezeigt, dass bei einem Variantenvergleich die Anwendung von M/DNBA eine kostengünstigere Sanierungsmethode gegenüber herkömmlichen Sanierungsverfahren darstellt, die zudem die Option einer frühzeitigen Beendigung der Sanierungsdauer bietet.

Altersbestimmung von Schadstoffeinträgen
(Environmental Forensis)

Bei der Bearbeitung von Altlasten-Schadensfällen ist das Eintrittsalter des Schadstoffeintrages oftmals im Hinblick auf die Frage nach dem Verursacher von entscheidender Bedeutung. Die Altersbestimmung eines Schadstoffeintrages kann zum einen basierend auf den geo-hydraulischen Hintergrunddaten oder mit Hilfe der Isotopenfraktionierung erfolgen. Die Isotopenfraktionierung ist ein Teil einer Vielzahl von Tests zum Nachweis mikrobieller Abbauvorgänge. Dabei wird sich die mikrobielle Isotopenselektierung der Kohlenstoffassimilation zu Nutze gemacht. So bevorzugen Bakterien die Assimilierung (Bildung neuer Biomasse ) aller leichten Isotopen und vor allem des Kohlenstoffs. Es wird klar das 12C dem 13C bevorzugt, und 13C reichert sich in der Schadstofffahne an. Mit Hilfe der Bestimmung des Kohlenstoff-Isotopen-Ratios 12C/13C, als auch „δ 13C“ ausgedrückt kann über die Rayleigh-Gleichung die mikrobielle Abbaurate bestimmt werden (in Prozent, als Halbwertszeit oder in µg/l/d). Dazu wurden im Labor mit verschiedenen Misch- und Reinkulturen für den aeroben und anaeroben Abbau der Schadstoffe (z.B. BTEX-Verbindungen) Kohlenstoff- und Wasserstoffisotopenfraktionierungsfaktoren bestimmt. Mit Hilfe der ermittelten Faktoren kann dann die mikrobielle Schadstoffumsetzung in einem kontaminierten Grundwasseraquifer abgeschätzt werden. Die Isotopen-Fraktionierungsmethode kann auch zur Unterscheidung von verschiedenen Kontaminationsfahnen im Grundwasser bei gleichen Schadstoffen angewendet werden. Der „δ 13C“-Unterschied der verschiedenen Fahnen gleicher Schadstoffe bei verschiedenen Kontaminationseintrittszeiten lässt sich kartieren. Dazu sind Untersuchungen mit der GC-IRMS nötig (kombinierte Gaschromatographie-Isotopen-Ratio Massenspektroskopie). Das Verfahren eröffnet somit die Möglichkeit der Bestimmung des biologischen Abbauzustandes vorhandener Kohlenwasserstoffe im Grundwasser und lässt somit auch Aussagen zum Alter der Kontamination zu. Durch HPC konnte das Eintrittsalter von Schadensfällen mit einer Genauigkeit von +/- 1 Jahr bestimmt werden.

Weitere Methoden zur Altersbestimmung von Schadensfällen ist die Dendrochronologie sowie die Nutzung von Tracern.

(Referenz: CKW-Schadensfall)


 
Entnahme der standortspezifischen Bakterien mittels mikrobiologischem Passivsammer

Vorgehensweise bei der M/DNBA- Machbarkeitsstudie:

Erkundung der Schadstoffausbreitung, horizontale und vertikale Fahnenkartierung mittels Passivsammlern und Redox-Milieu-Detektoren

 

Ermittlung aktueller Abbauverhältnisse (*EAK/**EDK Verhältnisse) des natürlichen Bioreaktors

 

Entnahme der standortspezifischen Bakterien mittels mikrobiologischem Passivsammler

 

Durchführung von Tests zum Nachweis eines mikrobiologischen Abbaus (z.B. Isotopenfraktionierung, bactrap-Versuche, PCR (Polymerase Chain Reaction)

 

Ermittlung potenzieller Abbauraten und Sorptionskapazitäten

 

Festlegung von aktuellen mikrobiologischen Abbauzonen:

  • Durchführung von Mikrobiologischen Öko-Toxizitätstests

 

Bestimmung der maximal erreichbaren Abbauraten für eine DNBA:

  • Durchführung von Respirationstests
  • ggf. Durchführung von Mineralisations- und Challenge-Tests

 

Definition von Zonen für eine Anwendung von MNBA und DNBA-Bedingungen 

*   EAK = Elektronenakzeptor-Kapazität
** EDK = Elektronendonator-Kapazität

Kartierung der Anwendungsbereiche (MNBA, DNBA und/oder physikalische Maßnahmen)

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