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2. HPC Austria Seminar (27.9.2011)


Kontaminierte Liegenschaften – warum eigentlich nicht verwerten???

Am 27.September veranstaltete die HPC Austria GmbH in Kooperation mit dem Department für Umweltgeowissenschaften der Universität Wien ein eintägiges Seminar zum Thema „Kontaminierte Liegenschaften – warum eigentlich nicht verwerten???“. Ziel war es, jene Probleme aufzuzeigen, die sich bei der Nutzung kontaminierter Brachflächen (wie zum Beispiel ehemalige Industrie- bzw. Gewerbeflächen) ergeben. Gleichzeitig sollte die von HPC angebotene Fixpreis – und Termingarantie als potentielle Lösung vorgestellt werden.

Derzeitige Situation

In Österreich fallen täglich ca. 3ha Brachfläche an; laut Umweltbundesamt werden gleichzeitig 20ha pro Tag an Flächen verbraucht, das heißt, in Siedlungs- bzw. Verkehrsflächen umgewandelt. Sehr häufig werden jedoch nicht die brach liegenden Flächen genutzt, sondern es kommt zu einer Abwanderung auf bis dahin ungenutzte Grünflächen. Diese Zersiedelung birgt Probleme: Reduzierung der Grünflächen, Zerstörung von Lebensräumen, Versiegelung von Oberflächen und hohe Kosten für Kommunen durch die neu zu errichtende Infrastruktur. Brachflächen weisen sehr häufig Eigenschaften auf, die für eine Nachnutzung sprechen. Dazu zählen eine gute- häufig sogar innerstädtische- Lage; eine geeignete Widmung sowie eine bereits bestehende Infrastruktur. Unsicherheiten existieren jedoch häufig in Bezug auf vorhandene Kontaminationen: Verunreinigungen im Boden, im Grundwasser oder auch in der Bausubstanz können Mehrkosten und Zeitverzögerungen bei der Realisierung von Projekten zur Folge haben, die im Vorfeld nur schwer bis gar nicht kalkuliert werden können. Für Investoren bzw. Projektentwickler ist diese Unsicherheit häufig der einzige Grund, vorgenutzte Flächen zu meiden und auf die „grüne Wiese“ auszuweichen. Auf diese Weise werden aus Angst vor nicht kalkulierbaren Zusatzkosten bzw. Verzögerungen häufig gute Möglichkeiten liegen gelassen.

Zahlreiche Interessenten aus den verschiedensten Branchen...

Die Aktualität dieser Thematik spiegelt sich im großen Teilnahmeinteresse aus den verschiedensten Branchen wider. Neben öffentlichen Stellen, Banken, Versicherungen, Projektentwicklern, Immobilienfirmen und Baufirmen waren auch private und staatliche Unternehmen vertreten, die entweder selbst Brachflächen besitzen oder eventuell welche nutzen wollen. Aufgrund der begrenzten räumlichen Kapazitäten musste die Teilnehmerzahl auf  105 begrenzt werden, weshalb nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden konnten. Im Rahmen dieser Veranstaltung sollte die Thematik der Nutzung von Brachflächen aus möglichst allen relevanten Perspektiven beleuchtet werden. Als Vortragende konnten absolute Experten in den jeweiligen Fachgebieten gewonnen werden, denen auch an dieser Stelle noch einmal für die ausgezeichnete Zusammenarbeit gedankt werden soll.

...nahmen am Seminar teil!  

Die Begrüßung und Einleitung wurde von Prof. Thilo Hofmann (Leiter des Departments für Umweltgeowissenschaften der Universität Wien) und Ing. Christian Gikopoulos (Geschäftsführer der HPC Austria GmbH) übernommen. Dr. Markus Nußbaumer (Saxinger, Chalupsky&Partner Rechtsanwälte) erläuterte sowohl die öffentlich-rechtlichen als auch die privatrechlichen Aspekte, die beim Kauf bzw. Verkauf kontaminierter Liegenschaften von Bedeutung sein können. Ein besonderes Augenmerk wurde auf die verschiedenen Möglichkeiten der Vertragsgestaltung gelegt. Welche Probleme bzw. Unsicherheiten Kontaminationen auf die Bewertung von Liegenschaften haben bzw. wie eine Minderung des Verkehrswertes durch Kontaminationen ermittelt werden kann wurde von Herrn Ing. Johann Scheifinger (Scheifinger Immobilienbewertung) präsentiert. Frau Mag. Sultana Gruber (Bank Austria) veranschaulichte deutlich, dass Kontaminationsrisiken auch Einfluss auf die Kreditvergabe und Projektfinanzierung haben können. Herr DI Dietmar Müller (Umweltbundesamt) stellte die aktuelle Situation in Bezug auf Flächenverbrauch und Brachflächen in Österreich dar, wobei vor allem die Frage geklärt wurde, ob die Nachnutzung von kontaminierten Standorten Probleme und/oder Potenziale bietet. Als potentielle Lösung der Kontaminationsproblematik vorgenutzter Liegenschaften konnte von HPC (Dr. Detlef Marell und Mag. Peter Raumauf) ein Modell vorgestellt werden, in dem die kontaminationsbedingten Risiken ausgegliedert und einem Dritten (nämlich HPC) übertragen werden. HPC garantiert zum Festpreis, dass die geplante Nutzung durchgeführt werden kann- sämtliche kontaminationsbedingte Mehrkosten gehen zu Lasten HPC. Dadurch erhält der potentielle Investor belastbare Zahlen für seine Kalkulationen und muss keine Risiken eingehen, die sich auf seine Rendite negativ auswirken könnten.

Fazit

Die enorme Zahl an Teilnehmern, die vielen verschiedenen Branchen und auch die rege Teilnahme an den Diskussionen zeigen klar, dass das Thema der Brachflächennutzung in Österreich ein sehr aktuelles ist. Vorgenutzte Liegenschaften bergen allerdings kontaminationsbedingte Risiken, die häufig einer Neunutzung entgegen stehen. Keiner der potentiellen Vertragspartner will das Risiko übernehmen und so kommt es oft vor, dass solche Flächen, obwohl sie für eine Nutzung bestens geeignet wären, über viele Jahre/Jahrzehnte brach liegen und Kapital binden. HPC bietet mit der Fixpreis- und der Termingarantie eine Möglichkeit, diese Liegenschaften wieder in den Wirtschaftskreislauf integrieren zu können. Keine der Vertragsparteien übernimmt das Risiko – es wird einfach an HPC übergeben und so verlieren auch die kontaminationsbedingten Unsicherheiten ihren Schrecken.

 


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