Sanierungsplanung
Vor diesem Hintergrund beauftragte uns die LMBV mit der Planung sämtlicher Sanierungsarbeiten. Wir fertigten hydrologische Gutachten, Standsicherheits-, Wind- und Wellengutachten, Altlasten- und Baugrundgutachten an. Daneben nahmen wir auch eine Umweltverträglichkeitsprüfung vor. Das wasserrechtliche Planfeststellungsverfahren wird eingeleitet. Die Entwicklung des Wasserstandes ist ein entscheidender Faktor für die Stabilität des Uferbereiches. Das von uns erstellte hydrologische Modell sagt Schwankungen von bis zu 4,3 Metern voraus. Aus diesen Daten ermitteln wir die erforderliche Neigung der Böschung. An der Seeseite muss unbedingt ein Wellenverbau errichtet werden. Nur so kann die Uferböschung gesichert werden. Welche Auswirkungen haben die erforderlichen Maßnahmen für Pflanzen, Tiere, Wasser, Boden und Menschen? Wir spielen unterschiedliche Szenarien durch und bewerten sie. Während unserer Untersuchungen entdecken wir im Uferbereich eine ehemalige Hausmülldeponie. Aschen und organische Stoffe können dort nicht bleiben: Die Deponie muss ausgeräumt und mit geeignetem Material neu verfüllt werden. Nicht das erste Mal, dass wir auf eine veränderte Situation reagieren müssen.
Ausführung
Die Komplexität des Projektes erfordert es, dass HPC-Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammenarbeiten. Nur so kann es gelingen, ein Naturgebiet zu gestalten, welches heutigen Standsicherheitserfordernissen gerecht wird. Es wird Uferschwalben und anderen Tieren einen Lebensraum bieten. Und die Menschen werden in einem einzigartigen Freizeit- und Erholungsgebiet baden, wandern, angeln und tauchen können.