Wie kommt das PCB in die Schule?
Auch wenn kein neues PCB mehr in den Verkehr kommt, so wurde es doch bis in die 70er Jahre hinein intensiv Baustoffen zugesetzt. Gebäude, in denen die zulässigen Grenzwerte für die Raumluftbelastung überschritten werden, müssen saniert werden. So auch die Fürst-Johann-Ludwig-Schule in Hadamar, in der bei verschiedenen Messreihen erhöhte PCB-Werte zwischen 100 und 900 ng/m³ festgestellt wurden. Bevor man sich zu einer Sanierung entschließen kann, muss zunächst ermittelt werden, wie das PCB in die Luft gelangt, kurz: woher es kommt. HPC erhält den Auftrag, in der Schule eine Quellensuche durchzuführen, d.h. es werden Proben von Materialien bzw. Baustoffen entnommen und zur Analyse auf ihren PCB-Gehalt ins Labor gegeben. Diese Quellensuche basiert größtenteils auf Erfahrungswerten und manchmal auch auf der „richtigen Spürnase“. Nach der Quellensuche stehen die PCB-haltigen Primär- und Sekundärquellen fest. Dabei handelte es sich um die alten Fugenmassen an den Fenstern, die Fugenmassen an den Innenstützen und die Fassadenfugen als Primärquellen sowie um den Bodenbelag als Sekundärquelle.