Proben, Proben, Proben
HPC hatte zuvor bei der Beurteilung eines CKW-Schadens in einem anderen Bosch-Werk durch fundierte Gutachter- und Beraterleistungen den Auftraggeber vor überzogenen Sanierungsanforderungen der zuständigen Behörde bewahrt. Daher vergab die Robert-Bosch-GmbH auch diesen komplexen Auftrag an HPC.
Mit über 200 Oberbodenmischproben, Bohrungen und Rammkernsondierungen, dazu 400 Boden- 150 Bodenluft- und 30 Grundwasseranalysen werden die Schadstoffbelastungen gemessen. Insgesamt setzt sich das Ergebnis der Untersuchung aus über 5000 Einzelbefunden zusammen. Insbesondere Schwermetalle und Verbindungen wie Trinitrotoluole (TNT), sowie andere nitroaromatische Verbindungen, die typisch für ehemalige Munitionsfabriken sind, fallen uns auf. Darüber hinaus entdecken wir LCKW, BTEX, PAK und Mineralöl.
Bei der Untersuchung des Grundwassers macht HPC eine interessante Entdeckung. Das Nachbarunternehmen behauptete im Rahmen einer Klage, belastetes Grundwasser dringe von Bosch auf sein Grundstück. HPC stellt jedoch fest, dass das Grundwasser vom Nachbargrundstück zum Gelände der Bosch GmbH fließt. Darüber hinaus weist der Schadstoffmix auf dem Nachbargelände eine grundverschiedene Zusammensetzung auf. Die Klage wird abgewehrt.
Auch aus Bausubstanz, Staub und Raumluft entnehmen wir Proben und führen zusätzlich Asbestuntersuchungen durch. Aufgrund der besonderen Lage in Berlin-Spandau werden alle Untersuchungen im Untergrund unter Mitwirkung des Kampfmittelräumdienstes durchgeführt. Ein Sachverständiger für Munition und Sprengstoff sichert die jeweilige Stelle ab, damit beim Bohren nicht etwa eine Bombe aus dem zweiten Weltkrieg explodiert.