Die Neuberechnung des Lagerstättenvolumes ergab 180 Mio. t Kalkstein und 17 Mio. t Tonstein. Dieses Rohmaterial reicht bei dem angestrebten Materialmix für 86 Jahre (Kalkstein) bzw. 42 Jahre (Tonstein) Zementherstellung und ist damit als ausreichend für die geplante Betriebszeit einzuschätzen. Da auch die vorhandene Infrastruktur alle Voraussetzungen für die geplante Industrieansiedlung aufwies, schienen zunächst alle Randbedingungen für das geplante Projekt positiv zu sein. Sehr positiv sogar, wenn nicht im Verlaufe der Bearbeitung alte Untersuchungsergebnisse aus kasachischen Archiven ermittelt wurden, die Ergebnisse über eine erhöhte Radioaktivität von einzelnen Vorratsblöcken aufwiesen. Es gebot die Sorgfaltspflicht bei der Arbeit von HPC, dies zu beachten. Bei einer Selektion dieser Blöcke wäre der Vorrat erheblich geschrumpft und aus einer Ressource noch lange keine wirtschaftlich nutzbare Reserve geworden. Das gesamte Projekt wäre als wirtschaftlich nicht machbar beendet gewesen. Nach der Recherche der aktualisierten Gesetzgebung und mit weiteren Untersuchungen konnte jedoch Entwarnung gegeben werden. Die Radioaktivität der Nutzgesteine liegt unterhalb der zulässigen Höchstwerte, damit bestehen keine Beschränkungen für deren Nutzung.
Mit der due diligence und dem Wertgutachten der HPC konnte mit der notwendigen Sicherheit die Wirtschaftlichkeit des Projektes für die Investoren nachgewiesen werden, was zur Freigabe der Kredite für den Bau des Zementwerkes führte.
Im Juni 2008 befindet sich das Zementwerk im Bau und wird seine Produktion voraussichtlich Ende 2008 aufnehmen.