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Deponiebau

Abfallwirtschaft, Altlasten, Tiefbau


Regen. Nicht ungewöhnlich in unseren Breiten. Umso überraschender, dass man früher nicht daran dachte, Deponien vor ihm zu schützen. Niederschlag dringt in eine Deponie ein und löst Schadstoffe. Und die können ins Grundwasser gelangen. Keine angenehme Vorstellung. Aus diesem Grund müssen Deponien heutzutage mit einer funktionsfähigen Basis- und Oberflächenabdichtung versehen werden. Genau das stand für die Werksdeponie eines großen deutschen Industriekonzerns an. HPC arbeitete mit dem Auftraggeber bereits seit vielen Jahren zusammen. Man kannte und vertraute uns. So auch in diesem Fall.

Die alte Deponie
Seit zwanzig Jahren wurden Sonderabfälle aus der Produktion in der Deponie eingelagert. Insgesamt 600.000 m³ kamen dabei zusammen. Die Deponie entsprach natürlich nicht mehr dem heutigen Stand der Technik. Gemeinsam mit dem Auftraggeber suchten wir nach einem Weg, die Deponie noch weitere 25 Jahre zu betreiben. Zwar füllte der lose eingelagerte Abfall den vorhandenen Raum schon fast vollständig aus, aber manchmal kann eine geschickte Planung noch einiges bewirken. HPC konnte Platz für weitere 400.000 m³ schaffen.

Erschwerte Bedingungen
Bedingung seitens des Auftraggebers war, dass der Betrieb der Deponie auch während der Umbauarbeiten weiterlaufen musste. Das konnten wir sicherstellen. Außerdem erfüllten wir die Auflage der Behörden, die Deponie fast vollständig zu verkapseln.

Entwurfs- und Genehmigungsplanung
HPC schlug vor, den vorhandenen Abfall zunächst auf eine Seite der Altdeponie umzulagern. Diese Seite würde während der Umbauphase weitergenutzt werden können. Die freigeräumte Seite soll gemäß der Zweiten Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Abfallgesetz „TA-Abfall“ mit einer Basisabdichtung versehen werden.

Der Trichter als idealtypisches Vorbild
In diesem Fall planten wir die Basisabdichtung konisch: sie kommt mit nur einem Sickerwasserschacht aus. Das spart Kosten. Die zuständigen Behörden hatten nichts gegen diesen Entwurf einzuwenden und erteilten die Genehmigung.

Ausführungsplanung, Ausschreibung, Vergabe und Bauleitung
HPC führte das Projekt von der Grundlagenermittlung über die Objektbetreuung bis zur Dokumentation verantwortlich durch. Zunächst stellten wir die Basisabdichtung fertig. Anschließend lagerten wir den Deponiekörper auf die Basisabdichtung um und formten ihn zu einem Hügel. Die Kuppe versahen wir mit einer Oberflächenabdichtung. Die Seite, zu der weiterhin Abfall eingetragen wurde, bekam eine temporäre Zwischenabdichtung. Das Sickerwasser aus dem Betriebsbereich wird über eine Flächendrainage gesammelt und in die benachbarte Abwasserreinigungsanlage gepumpt.

Um das Entstehen von Sickerwasser zu minimieren, entwarfen wir ein Betriebskonzept: Der Teil der Deponie, auf den Abfälle eingebracht werden, wird mittels temporärer Abdichtungen und Erfassungsanlagen fürs Oberflächenwasser weitgehend vor Niederschlägen geschützt, die Kosten für die Sickerwasserreinigung damit minimiert. Das Ergebnis war eine Deponie nach dem neuesten Stand der Technik. Bestens gerüstet, um noch über viele Jahre hinweg betrieben werden zu können.


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